• Kathie

Über Elsa vom Martinshof, digitale Treffen und nicht über den Rand malen

Leute, Leute, schon wieder so lange her, dass ich das letzte Mal hier was veröffentlicht hab.

Wahnsinn, die Zeit rast echt einfach so dahin.

Hier ist aber auch soviel los!


Ich weiß gar nicht so Recht, wo ich anfangen soll.

Vielleicht so:

Dieser Sommer wird viel Neues bringen.


First things first:

Sophia wechselt in den Kindergarten und macht mich ganz sentimental weil es einfach nicht sein kann, schließlich ist sie ja gerade erst aus meinem Bauch gekommen.

Ihre Schwester macht dieses Problem auch nicht besser, die wird nämlich in ein paar Wochen schon 2. ZWEI!!!! Meine Güte.


Ach und wir ziehen um.

Vor einer Weile fiel das Wort, was jeder Mieter einfach niemals hören will. Der Mietersupergau-Ausdruck sozusagen.

Das böse E-Wort.

Eigenbedarf.

Wir müssen also raus aus unserem Haus.

Tja.

Aber wisst ihr was ihr lieben Leute?

Shit happens.


Wir wären ja nicht wir, wenn wir nicht innerhalb von Minuten ein riesen Chaos ausbrechen lassen würden, was wir dann aber nur Stunden später bereinigt und geregelt hätten.

Wir haben uns gesammelt, sortiert (UNS, die Wohnung noch nicht) und hatten keine 2 Tage später eine neue Bude.

Das nimmt natürlich der Sache den Schrecken.. auf etwas Neues freut man sich schließlich immer.

Also, ich hatte nun keine Angst mit zwei kleinen Kindern auf der Straße zu sitzen... zu gute Infrastruktur... aber dennoch ist es schon beruhigt zu wissen, wo es hingeht.


Gedanklich hatte ich dann auch nach der ersten Besichtigung schon die Bude eingeräumt.

Kennt ihr, oder?

Auf den Umzug freue ich mich allerdings weniger.


Ich hatte euch ja erzählt, dass ich den Dachboden ausgeräumt hatte, oder? Ihr erinnert euch: Der kranke Perrücken-Fetisch.

Das muss ich jetzt also auch mit dem Rest des Hauses machen.

Außerdem habe ich echt null Bock auf Streichen.

Also falls einer von euch – liebe Leser, sich gerne mit weisser Farbe unkreativ an meinen Wänden austoben möchte… GERNE.


Apropos kreativ: Am Wochenende war ich in Berlin.

Und ja ich weiss ihr feiert mich für meine Überleitungen. Oder?






Auf dem Bild seht ihr übrigens nicht den EIngang zu Narnia, sondern mich in dem Berliner Hotelzimmer. Funfact: In der Tasse ist kein Kaffee und ich gucke verträumt nicht aus dem Fenster, sondern zu geschlossenen Gardinen. Ist also natürich NICHT gestellt das Bild.


Was ich dort gemacht habe?

Ich hab mich dort mit einem Haufen kreativer Menschen getroffen.

Die Veranstaltung „Digital wird real“ ist quasi ein Klassentreffen von Influencern, Bloggern, Instagrammern... naja und mir eben.

Ich habe eine Einladung erhalten und spontan zugesagt.

Jetzt weiß ich gar nicht wo ich anfangen soll davon zu erzählen.

Ich habe eine Menge super interessanter Leute getroffen… war manchmal echt überrascht, manchmal leider auch enttäuscht, hatte Spass und war gleichzeitig teilweise verloren und unsicher, hab gestaunt und verstanden und eben nicht verstanden.


Ich glaube, wenn man in dieser digitalen Welt unterwegs ist, wenn man Blogger „kennt“ ohne sie jemals getroffen zu haben und man Klickzahlen sieht, die einem schwindelig werden lassen… dann ist es schon okay auch mal eingeschüchtert zu sein.


Ich halte mich eigentlich für recht schlagfertig und weiss dass ich mit Wörtern umgehen kann, da brauche ich mich nicht verstecken… aber trotzdem war ich manchmal die kleine Dorfpflanze, die im Berliner Club des nachts ungläubig ob der geballten Szene da stand und nicht wusste, ob es wirklich eine Situation war, in der ich mich wohlfühlen WOLLTE.

Versteht ihr halbwegs, was ich meine?


Ich habe nun eben die Erfahrung gemacht, dass meine große Klappe mir nicht aus jeder Situation hilft. Und so musste ich mich ab und zu auch hinter meiner Schwester verstecken, die zum Glück dabei war als mein sicherer Hafen (und weil selbst noch viel aktiver bei Instagram), oder hinter der prall gefüllten Goodiebag, die unfassbare Ausmaße angenommen hatte.


Ich sage DANKE an die Veranstalter… es war mir ein Fest. Eins, auf dem ich manchmal verloren war aber dennoch eins, was ich sehr gefeiert habe.


Da dies ja aber ein klassischer Momblog ist nun zurück zum Wesentlichen: Ja, meine beiden habe ich ordentlich vermisst. Und sie mich auch.


Sophia klebte mir nicht nur im übertragenden Sinn nach der Rückkehr permanent am Rockzipfel und Greta war ganz rührend zuckersüss und ungewohnt verschmust.

Da war es gut, dass der nächste Tag ein Brückentag war. Wohin die Brücke durch die Kita am Dienstag geschlagen wurde erschließt sich mit zwar nicht, aber gut.


Der Tag war dann allerdings nur mit Selbstironie irgendwie zu überstehen.

Während die Kita nämlich die Brücke genoss, hatten die Mädels einen Zuviel-Power-Tag, ich einen das-Wochennde-in-den-Knochen-Tag und mein Mann einen zu langen Arbeitstag.

Schlechte Kombi.


Der Tag begann bereits damit, dass Sophia um halb 6 im Bad vor mir stand (Ja ich saß auf dem Klo) und mich in Dauerschleife fragte, wann ich denn fertig sei. „Maaaammmaaa, jetzt? Mama? Mammmaaaaaaa fertg? Jetzt fertig? Maaammaaa?“ Kaum Druck also.

War schön.


Wurde auch nicht besser, als sich dann folgende Situation am Abend abspielte:

Prinzessin Elsa vom Martinshof ritt auf ihrem Ponycyle Bella in die Küche, eine grüne Eule auf dem Schoss und einen rosa Feenstab in der Hand und sprach mit vollem (Keks-)Mund: „Eene Meene Zauberriegel, Mama ist jetzt ein Toastbrot! Hexhex!“

Selbstredend schallte von der Couch postwendend ein „Hat geklappt! Gut gehext!“ herüber.

Der Mann gehört doch …. ääähhh.. zum Blocksberg gejagt.


Auf jeden Fall war die Situation schon echt ein bisschen surreal.


Surreal ist auch, wie wahnsinnig große dieses Kind schon ist (womit wir wieder beim Anfang sind, meine Güte, manches fügt sich aber auch wirklich einfach nur 1a) ….

Heute morgen im Bett habe ich ihr zum 25415 Mal Aschenputtel vorgelesen. In dem bebilderten Märchenbuch ist auch eine Abbildung von der Hauptfigur auf ihrem Gaul (weshalb Sophia die Geschichte am Meisten mag bzw mochte).

Da unterbricht mich dieses Kind plötzlich entrüstet und beschwert sich: „Die Prinzessin hat keinen Helm auf!!!“ Die Gebrüder Grimm werden nun also aufgrund fehlender Reithelme, also Sicherheitsmaßnahmen, BOYKOTTIERT!!!!

Ob da zwei junge Menschen alleine zu einem Haus aus Süsskram rennnen und sich der Kariesgefahr aussetzen oder ein Mädchen alleine im Wald einen Wolf trifft… alles egal. Ausschlaggebend ist:

Die gute Schwester trägt keinen Reithelm während sie sich von ihrem Prinzen ins Schloss bringen lässt zum happily ever after und damit ist das Buch nun doof.


Auch wenn mich diese Schlussfolgerung ein klein wenig überrascht platze ich vor Stolz über diese tollen Kinder.

Ist klar oder?

In der Kita habe ich ihnen nochmal zum Abschied (wie immer) „Ich liebe dich!“ gesagt.

Heute kam als Antwort postwendend: „Ja, weil ich nicht über den Rand malen kann!“

Ja, auch deshalb liebe ich mein Kind. Weil du es schaffst, nicht über den Rand zu malen.


Eine Million und 1 Grund.


Übrigens ist meine neue Kategorie „Aus dem Leben“ schon intern mit echt viel Leben gefüllt. Ich arbeite daran und ihr könnt gespannt sein.

Und nächste Woche passiert hier außerdem noch etwas total cooles, seid gespannt.

Liebe Liebe Liebe!

Eure Kathie