• Kathie

Kalt, Kälter, Familie Weisheit und Perle


Brrrrrr!!!!

Herzlich willkommen aus dem Gefrierschrank, aka Polarkappe, aka unser Haus.


Wer mich kennt, weiss, dass ich die Kälte viel mehr mag als die Hitze und das geborene Winterkind bin. Dieser Sommer hat mich fertig gemacht.


Aber das... das ist selbst mir zuviel.


Nach Magen/Darm-Grippe, abfallenden Türklinken und akuter Ehemann-Vermissung (Wer sich jetzt fragt: Was? Was erzählt sie da?, der kann gern mal hier nachlesen: https://www.weisheitundperle.com/blog/%C3%BCber-kastanien-krankheiten-und-sehhilfen) ist nun das nächte Kapitel unserer Pechsträhne aufgeschlagen worden: Eine kaputte Heizung bei 3 - 9 Grad Aussen- (und nun auch Innen-) Temperatur.

Ich sage ja: ALARM, dieses Haus hat einen Krieg gegen uns angezettelt. Oder hat es vor. Oder ist einfach nur doof. Es ist sozusagen der Trump unter den Häusern.


Aber wir werden uns dem stellen und haben der Sache den Kampf angesagt.


Lieber Herr Heizungsbauer, wo bist du bitte?


Während ich also hier sitze und diese Zeilen schreibe und sehnsüchtig auf das Klingeln an der Haustür warte, halte ich meine Kinder in Bewegung, damit sie nicht frieren.

Das ist nun allerdings keine große Herausforderung, die sitzen ja eh nie still.


Wenn sich nun jemand fragt wieso die beiden denn zu Hause sind? Jahaaaa...die neuste Herausforderung namens HERBSTFERIEN hat Einzug genommen. 14 Tage voller unausgelasteter, Haus-verwüstender, Maaaaaaaaammmaaaa-in Dauerschleife - rufender Lieblinge.


Im Ernst, ihr aufmerksamen Leser wisst ja alle, wie wahnsinnig unglaublich ich meine Kinder liebe und wie gerne ich Zeit mit ihnen verbringe.


Aber zufriedene (weil gefordert und geförderte) Kinder in einem aufgeräumten Haushalt und mit fertigem Essen am Mittag zu erwarten hat doch auch deutliche Vorteile vor dem morgens um 6:15 Uhr gefragten: Was mache wir heute? Mama mir ist laaaaaaaaaangweilig! Mama komm spielen! Mama guck mal, das Puzzle lässt sich so gut in die Schokomilch vom Müsli tunken!

Ihr wisst schon.


Aber wir versuchen diese Zeit so schön wie möglich gemeinsam zu gestalten Zum Beispiel haben wir am Wochenende Kastanienmännchen gebastelt. Also ICH habe gebastelt, während meine Kinder nach 20 Sekunden keine Lust mehr hatten und nur noch Interesse an dem Sekundenkleber fanden, der jetzt auch in Haaren und am Sofa zu finden ist.





Und wir gehen gerne viel raus.

Kinder lüften ist mein Pro-Tipp diese Woche. Voll der Life-Hack!!! Wärd ihr nicht drauf gekommen oder?


Gestern war dann ja Feiertag und ich kann nun einen weiteren Life-Hack präsentieren: Schickt die Kids mit Oma und Opa los. Die Großeltern freuen sich über einen Enkel-Ausflug, die Kinder freuen sich generell über einen Ausfug und die Eltern, jaaaaahaaaaa, wir haben uns auch gefreut. Sehr. Win/Win/WIN!!!!


Hach, es war schön. So schön!


Und für alle, die mir jetzt kommen mit Nachrichten ala "Kinder müssen auch mal lernen, sich zu langweilen" habe ich folgende Antwort: Klar, Recht habt ihr! Aber ich fange an es ihnen beizubringen, wenn ich vorhabe das Haus zu renovieren oder besser gleich niederzubrennen.

Also....Derjenige kann bitte diesen Ratschlag genauso gern behalten wie alle, die jetzt denken: "Man hat so wenig Zeit mit seinen Kindern, genieße sie doch einfach!" Diejenigen mit diesen Gedanken können bitte um halb 5 morgens Legohäuser bauen kommen und meinen Haushalt schmeißen, sowie bis 6:45 Uhr die 4589 Trotzanfälle gemanaged haben. Und ja - ich fördere meine Kinder auch so gut ich kann und beschäftige mich mit ihnen.

Vielen Dank!


Und was war sonst noch so los?


Heute hat Sophias Patentante Geburtstag und wir fahren in ihr (geheiztes) Zuhause. Darauf freue ich mich sehr. Nicht nur auf die Wärme, sondern auch auf sie. Ich sehe sie leider viel zu selten.


Grundsätzlich habe ich bemerkt, dass ich leider viel zu wenig von meinen Freunden habe.

Dabei sind sie so wichtig.


Das ist sicher normal, als Mama, als Working-Mom, als Bloggerin, als Ehefrau, mit den 45845 verschiedenen Aufgaben und Rollen die man so hat. Nicht nur ich, sondern wir alle.

Aber dennoch ist so eine kurze Auszeit mit lieben Menschen ja Balsam für die Seele. Und nennt mich Rabenmutter, aber auch OHNE über Spielzeughersteller und die Farbe der letzten Ausscheidungen der lieben Kleinen zu sprechen ist es durchaus mal schön.


Hier mal ein kleiner kurzer Exkurs zu meinen Gedanken hierzu:


Ich habe ein unverschämtes Glück.

Glück, dass es (neben und MIT der Familie) soviele Menschen gibt, die mein Herz erwärmen, die mich strahlen lassen und die Licht in mein Leben bringen. Es sind Menschen , die mich sein lassen wie ich bin, die da sind, mich unterstützen, hinter, neben und vor mir stehen.

Solche, die mich auch mal auf den Boden der Tatsachen zurück bringen, die mich aber ansonsten fliegen lassen und mich so weiter bringen, als ich es mir je erträumt hätte.

Es sind Menschen, die meine Seele heilen mit nur einem Blick, die mich innerhalb von Sekunden aus dem tiefsten Abgrund in die höchsten Lüfte katapultieren und meine Welt zu einem besseren Ort machen.


Und das immer wieder.

Immer.

Für immer.

Jederzeit.

Und dafür bin ich so dankbar. Meine Freunde sind der Inbegriff von Nähe, Sorgenfreiheit, bedingungsloser Loyalität und meine ausgesuchte Familie neben der unfassbar wunderbaren Familie, die ich ja auch habe.

Und sie sind übrigens auch der Grund, warum ihr alle dass hier lesen könnt.... denn ohne ihren Zuspruch hätte ich mich wohl nie getraut mit dem Schreiben anzufangen.

Dabei ist das meine Leidenschaft.

Aber manchmal braucht es eben Zuspruch um den Mut für etwas zu finden.

Ich wünsche mir sehr, dass meine Kinder auch mal das Glück haben, soviel ECHTE, TIEFSTE Freundschaft finden zu dürfen.


Aber zurück zu meiner derzeitigen, frostigen Situation:

Meine Große meinte eben zu mir: "Mama, ich schwitze nicht! Ich habe schon nachgefühlt!" Scheint sie zu verwundern, nachdem sie seit ungefähr 3 Stunden nicht eine Sekunde still gesessen hat und immer wieder Voltigier-Trainingseinheiten hingelegt hat.


Ach, Kindermund.


Leute, es klingelt. HALLELUJA.

Drückt mir die Daumen, dass die Situation sich bald entschärft oder besser: erwärmt.


Alles Liebe.

Bis nächste Woche!